Handtaschen - Ein bisschen Geschichte
Bei
Handtaschen handelt es sich um Mode-Accessoires. Die Handtaschen, wie
sie heute bekannt sind, trug man erstmals im 18. Jahrhundert. Die Entwicklung
der
Handtaschen
beruht eigentlich darauf, dass - insbesondere für die Damen der Oberschicht
– neue Kleider entwickelt wurden, bei denen eingenähte Taschen,
wie bei den bisherigen
Schnitten
der Kleider üblich, die Gesamtoptik ruiniert hätten. Handtaschen
wurden von den Damen der Feinen Gesellschaft in der Regel dazu genutzt,
um ihre Habseligkeiten, wie zum Beispiel Parfümfläschchen oder
eine Puderdose, vielleicht noch einen kleinen Spiegel, oder Riechsalzfläschchen
zu transportieren. Man muss also feststellen: Am Inhalt einer Handtasche
hat sich in den letzten Jahrhunderten nicht wesentlich viel geändert.
Heute finden sich in den meisten Handtaschen
auch noch Produkte aus dem Bereich Kosmetika, sowie Geldbeutel, Schlüssel
und Handy (seit neuestem auch eventuell ein iPod), sowie elektronische
Notizbücher, MP3-Player und so weiter.
Bei den Handtaschen, so wie sie im 18. Jahrhundert getragen wurden, handelte
es sich meist um Beutel. Diese waren in der Regel aus einem edlen Stoff
genäht. Diese Art Handtasche nannte man Pompadour und wurde mit Hilfe
von zwei Schnüren geschlossen, wobei diese Schnüre dann wiederum
als Griff oder als Schulterriemen dienten.
Als
Ende des 19. Jahrhunderts die Modeschöpfer in Mailand und Paris die
Handtaschen entdeckten, wurden sie als Accessoires schnell zum festen
Bestandteil der Mode. Die Modeschöpfer stellten Handtaschen aus verschiedenartigen
Materialien her und in verschiedenen Größen, wobei zunächst
jede einzelne Handtasche ein Einzelstück war, zumal die Handtaschen
von den Modeschöpfern zum Teil auch auf die individuellen Bedürfnisse
der einzelnen Trägerin abgestimmt wurden.
Interessantes:
Handtaschen - goFeminin
Ein Klassiker aus dieser Zeit ist die so genannte Gobelin-Tasche. Es handelt
sich hierbei um einen Handtasche, die aus schwerem dunklen Wollstoff hergestellt
und kunstvoll bestickt ist.
Die nächste Jahrhundertwende kam, und die Entwicklung der Handtaschen
schritt voran. Mit der Entwicklung von neuen Materialien und neue Möglichkeiten
der Verarbeitung, kam auch im Bereich der Handtaschen hier Bewegung ins
Design. Bereits um das Jahr 1930 wurden die ersten Umhängetaschen
entwickelt. Neu entwickelte Kunststoffe, wie Nylon oder PVC
als
Material für Handtaschen waren ab den 1950er Jahren modern. Ab den
1970er Jahren, bzw. 1980er Jahren brachten einige Modeschöpfer, die
bis dahin die Handtasche weiterhin als reines Accessoires ansahen, ganze
Handtaschenkollektionen heraus. Wobei es hier einige Modeschöpfer
gibt, die lediglich eine limitierte Auflage ihrer Handtaschenkollektion
herausgeben.
Heute verbindet man aber mit Namen von großen Modedesignern nicht
mehr nur die zum Teil extravaganten Modekollektionen, sondern auch von
deren Handtaschenkollektionen, die den Markt heute beherrschen, wobei
ein besonderes Problem der namhaften Handtaschenkollektionen immer wieder
die zahlreichen Imitationen sind, die sich auf dem Markt befinden.
Immer wieder gehen Inspektoren der Firmen auf Messen herum (insbesondere
in Fernost) herum und werden im Bezug auf Imitate auch fast immer fündig.
Für Laien ist es nämlich in der Regel sehr schwer ein Imitat
von einem Original zu unterscheiden. Und auch der Fundus der Zollstationen
ist voll mit derartigen Imitaten, die billiger
als die Originale auf den Markt geworfen werden sollten (wodurch sich
jedoch auch eine Durchschnittsverdienerin eine derartige Handtasche leisten
kann), jedoch bei der Kontrolle durch den Zoll beschlagnahmt wurden.






