Kulttaschen
Der Begriff Kult bezeichnet allgemein
betrachtet ein Objekt, um das sich alles dreht.
Einen Kult gibt es auch um Taschen, wobei Taschen in der Regel nicht als
Kulttaschen hergestellt werden. Derzeit sind z.B. Ed
Hardy Taschen angesagt. Den Status der Kulttasche erhalten
Taschen dadurch, dass sie entweder sehr oft verkauft wurden in einer bestimmten
Zeitspanne, zum Beispiel einem Jahrzehnt, oder aber dass eine prominente
Person eine derartige Tasche trägt. Hat ein Prominenter eine bestimmte
Tasche eines bestimmten Handtaschendesigners bei einer Veranstaltung mit
dabei, so ist es heute ein richtiges Phänomen, dass auf einmal nicht
nur die Fans dieses Prominenten genau diese Tasche eben haben müssen.
Gibt es sonst nichts anderes zu bereichten durch die Presse, wird gelegentlich
im Zuge von diversen Auftritten von Prominenten auch schon einmal deren
Handtaschen entweder gelobt, bzw. gepriesen, bzw. kritisiert. 
Gleiches gilt übrigens für Sonnenbrillen und zum Teil für
Schmuck, oder für sonstige Gebrauchs- oder Verbrauchsgegenstände,
die Prominente in der Regel offen mit sich herum schleppen.
Eines der bekanntesten dieser Phänomene liegt zwar schon Jahrzehnte
zurück, aber jede Generation, die sich für Kulttaschen interessiert,
weiß, dass zum Beispiel die Ehefrau des 1963 ermordeten US-Präsidenten
stets Handtaschen von einem ganz besonderen Handtaschendesigner bevorzugte,
und einen ganzen Handtaschenstil durch ihren persönlichen Geschmack
geprägt hat. Neben dieser ehemaligen First Lady der USA, gab es auch
Schauspielgrößen, die immer nur Handtaschenmodelle von einem
ganz bestimmten Handtaschendesigner trugen. Ganz besondere Kulttaschen,
die auch heute noch verkauft werden, dienten gar einer ehemaligen US-Schauspielerin,
nachdem sie die Gattin des monegassischen Fürsten wurde, dazu ihre
Schwangerschaften vor den Paparazzis zu verstecken. Die von dieser Fürstin
damals verwendete Tasche erreichte daraufhin Weltkult und wurde zum Verkaufsschlager.
Jeder wollte eine solch Tasche haben. Es wurden sogar Wartelisten erstellt,
wobei die Damen zum Teil bis zu einem Jahr warten mussten bis sie diese
Tasche dann wirklich auch bekamen.
Auch einen Kultstatus erlangte eine aus gesteppten Leder und mit einer
langen Gliederkette als Schulterriemen, die von einer berühmten Modedesignerin
entworfen wurde, die auch ein berühmtes Parfüm kreiert hatte.
Diese Art Tasche kam bei den Menschen so gut an, dass andere Handtaschendesigner
diese gerne in Form und Design kopiert haben und nach wie vor kopieren.
Überhaupt ist das Kopieren von Kulttaschen so für die Designer
so ein Problem. Das, was Kulttaschen in der Regel auszeichnet, ist deren
Exklusivität und auch die begrenzte Stückzahl. Von den
Prominenten,
die diese Kulttaschen als Accessoires tragen, wird der für diese
Taschen zu zahlende Preis aber gerne als Investition in das Statussymbol
gesehen.
Um auch für Normalbürger den Weg zu einer derartigen Tasche
zu ebenen, wurden zum Leidewesen der Designer von Taschen viele Imitate
von berühmten Kulttaschen hergestellt.
Vom Original sind diese von außen in der Regel nicht zu unterscheiden.
Derartige Imitate werden hauptsächlich in Fernost hergestellt und
gelangen, bzw. überschwemmen zum Teil von dort aus auch auf den europäischen
Markt.
Die Herstellung von Taschen, die bereits einen Kultstatus erreicht haben,
und deshalb auch die Bezeichnung Kulttasche durchaus tragen dürfen
werden in Sonderauflage von einige Handtaschendesignern oft benutzt Geld
für wohltätige Zwecke Geld zu sammeln, wobei bei derartigen
Aktionen wiederum auch in der Regel nur die Schönen und Reichen profitieren,
weil Kultaschen allgemein ihren Preis haben und für Normalverdiener
schon eine sehr hohe Investition darstellen.






